LARS
Laut-Analytisches Rechtschreib-System

LARS ist eine Fördermethode zum Aufbau von Schreibkompetenzen bei Kindern und Jugendlichen. Wir haben diese Methode speziell für all jene Schulkinder entwickelt, bei denen die Schuldidaktik an ihre Grenzen stößt.

Mit LARS eröffnen wir diesen Kindern einen neuen Zugang zum Schreiben. Er liegt darin, alle Bereiche der Rechtschreibung vom Standpunkt des Lerners aus zu betrachten und ihm nicht von außen ein Programm aufzudrücken.

In einer unabhängigen Langzeituntersuchung der Humboldt-Universität zu Berlin wurde einwandfrei nachgewiesen, dass mit der LARS-Therapie eine Rechtschreibschwäche bzw. eine Legasthenie dauerhaft behoben wird. (Langzeitstudie zum Erfolg der LARS-Therapie)

Entwickelt hatten wir LARS Mitte der 70er Jahre und seit Beginn der 80er Jahre in der praktischen Förderung eingesetzt. Seitdem wurde LARS kontinuierlich weiterentwickelt. Bei LARS handelt es sich um ein wissenschaftlich evaluiertes und um eines in der Praxis bewährtestes Förderprogramm, um Kindern und Jugendlichen mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten erfolgreich zu helfen.


Unsere grundlegende Frage bei der Entwicklung von LARS war gewesen, warum manche Kinder trotz ihrer guten Intelligenz so unerwartete Schwierigkeiten haben, das Lesen und Schreiben korrekt zu erlernen.


Die Antwort auf diese Frage haben wir bei den Kindern selbst gefunden, nämlich in ihren individuellen Rechtschreibfehlern. Sie waren uns die Fenster zu ihren Schwierigkeiten. (Fehlerprofil DoRA)


Diese besondere Sicht auf Kinderfehler begründet die Einzigartigkeit der LARS-Förderung. Sie ermöglicht, die Schreibkompetenzen des Kindes eng von seiner Lernausgangslage aus weiter zu entwickeln.

Eine Mutter stellte uns besorgt die Frage, ob eine Legasthenie heilbar sei oder ob ihr Sohn nun für sein Leben lang diesen Stempel aufgedrückt habe? Wir haben diese Mutter stellvertretend zitiert. Denn fast alle Eltern, die bei ihrem Kind die Diagnose „Legasthenie“ erhalten, bewegt diese Frage. Wir möchten Ihnen versichern, dass den Kindern mit einer richtigen Therapie geholfen werden kann.

Als unumstößlichen Beleg möchten wir die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Langzeituntersuchung der Humboldt-Universität zu Berlin über unsere Fördermethode LARS anführen:

„Kinder mit LRS sollten eine besondere Förderung erfahren. Wie man an den Ergebnissen der Befragung ehemaliger Legastheniker sehen konnte, lohnt es sich. Wenn 89 Prozent der Befragten einen höheren Bildungsabschluss (Realschulabschluss, Fachhochschul- und Hochschulreife) gegenüber 37 Prozent im Bundesdurchschnitt erzielten, dann gehen uns gesellschaftliche Ressourcen verloren, wenn sie nicht gezielt gefördert werden.

Offensichtlich haben sie u.a. von einer Methode profitiert, der linguistischen LARS-Methode (Lautanalytisches Rechtschreib-System), die sich explizit von Trainings isolierter Teilleistungen oder gar schriftsprachunspezifischer Trainings unterscheidet und im Rahmen eines streng strukturierten Schriftsprachaufbaus sowohl phonographische als auch grammatische Schriftkompetenzen aufbaut. Den Befragten wurden also kognitive Einsichten in das System Schriftsprache vermittelt. (…)

Der Umgang mit Schrift stellt einen wesentlichen Teil der Lebensbewältigungskompetenz dar. Dass entgegen der gängigen Meinung eine Legasthenie doch behebbar ist und die ehemaligen Legastheniker eindrucksvoll ihre Leben bewältigen, ist ein weiteres wichtiges Ergebnis dieser Untersuchung.“

(Hofmann, A. Sasse: Eine Legasthenie ist doch behebbar! Eine Befragung ehemaliger Legastheniker. In: B. Hofmann, A. Sasse, Legasthenie. Lese-Rechtschreibstörungen oder Lese-Rechtschreibschwierigkeiten? S. 78–97, Deutsche Gesellschaft für Lesen und Schreiben, Berlin 2006)

Langzeitstudie zum Erfolg unserer LARS-Therapie​

Publikation zu LARS

Löffler, I. / Nijland, E.: Das Laut-Analytische Rechtschreib-System (LARS). In: LRS in den Klassen 1–10. Handbuch der Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, Band 2. (2. Aufl.), Weinheim und Basel 2001.