Lese-Laus
Lesenlernen durch Lautanalyse und Lautsynthese

Wir haben in 90er Jahren ein neues Konzept zur Überwindung der Leseschwäche entwickelt. Ausgangspunkt waren unsere Beobachtungen, dass es bei manchen leseschwachen Kindern wenig Sinn macht, ihre Lesefertigkeiten direkt an Wörtern, ganzen Sätzen oder gar Texten herausbilden zu wollen.

Beim Lesen müssen Schriftzeichen, Laute und der Sinn des Gelesenen verknüpft werden. Das Konzept, das wir zur Überwindung basaler Leseschwächen entwickelt haben, heißt Lese-Laus (Lesenlernen durch Laut-Analyse und -Synthese).

Es mangelt leseschwachen Kindern an einer Voraussetzung für das Lesenlernen: Ihre Dekodiergeschwindigkeit, d.h. das Erkennen von Buchstaben und die Verknüpfung mit Lauten, ist zu gering. Ihre Lautsynthese ist so extrem langsam, dass sie keine Gedächtniskapazität mehr haben, um die Wortbedeutung zu erfassen. Die sichtbare Anstrengung, die ihnen das Buchstabieren bereitet, geht natürlich mit Leseunlust einher. Wer Wörter und Sätze nicht rasch und sicher dekodieren kann, liest auch nicht gern.

Lese-Laus trainiert genau diese Voraussetzungen, nämlich die Erhöhung der Dekodiergeschwindigkeit, d.h. die Anzahl der gelesenen Buchstaben/Wörter pro Sekunde.