Erste Schwierigkeiten werden oft nicht erkannt

Für den Leseanfänger ist zunächst die Fähigkeit des Worterkennens für die Leseleistung entscheidend. Mangelnde Sicherheit und Schnelligkeit des Worterkennens behindern das Verständnis auf Wort-, Satz- und Textebene.

Das genaue und vollständige Erkennen der Buchstaben und Wörter ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lesen, da dadurch der Leseprozess überhaupt erst ermöglicht wird.
 
Manche Kinder scheitern schon zu Beginn des Leselernprozesses. Sie haben auffällige Probleme, die Buchstaben zu benennen oder zu lautieren. Sie sind nicht in der Lage, einzelne Buchstaben zu größeren Einheiten zusammenfassen und schaffen es nicht, sie zum Wort zusammenzuziehen. 
 
Manche scheitern erst bei längeren Wörtern, weil sie am Ende des Wortes vergessen haben, wie der Wortanfang lautete. 
 
Aber auch wenn einzelne Wörter gelesen werden können, weist die Anstrengung, die das Erkennen einzelner Wörter bereitet, darauf hin, dass die Fähigkeit, Wortinformationen über längere Zeit im Gedächtnis zu behalten und weiter zu verarbeiten, einschränkt ist. 
 
Diese Anstrengung ist oft auch der Grund für das relativ unruhige und unmotivierte Verhalten dieser Kinder.